Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum Arganöl so teuer ist? Sollten Sie schon mal mit dem Gedanken gespielt haben, das flüssige Gold aus Marokko in der Küche anzuwenden, haben Sie vielleicht nach dem Blick auf den Preis schnell wieder Abstand davon gewonnen. Wenn Sie weiterlesen, werden Sie allerdings schnell sehen, warum das Vergnügen so kostspielig ist …
Arganbäume wachsen ausschließlich im Südwesten Marokkos. Alle Versuche, die jahrhundertalten Bäume in anderen Regionen zu kultivieren, schlugen bisher fehl. Ein Arganbaum trägt aufgrund der großen Trockenheit in Marokko in den meisten Fällen nur alle zwei Jahre Früchte.

Quelle: Wikipedia / Luc Viatour
Das Arganöl wird auch heute noch von den Berberfrauen Marokkos nach alter Tradition in einem aufwändigen Verfahren hergestellt: Die Früchte des seltenen Arganbaumes werden von Juli bis September geerntet und anschließend luftgetrocknet und gelagert. Sobald sie getrocknet sind, werden die recht harten Nüsse geschält und müssen mithilfe eines Steins aufgeschlagen werden. Die darin enthaltenen Kerne werden leicht geröstet und mit Wasser zu einer Masse vermengt, woraus die Berberfrauen von Hand das Öl pressen. Um einen Liter Arganöl zu gewinnen benötigt eine Frau einen ganzen Tag. Für diesen Liter werden wiederum 20 Kilogramm Kerne benötigt, die von Hand aufgesammelt werden. Da die Äste des Baumes viel zu stachelig sind, pflücken die Berberfrauen die pflaumenförmigen Früchte nicht direkt vom Baum, sondern sammeln sie vom Boden auf.
Einen Liter Arganöl zu gewinnen, ist sehr zeitaufwendig und kraftraubend. Das, und die Tatsache, dass es nur eine begrenzte Anzahl an Arganbäumen gibt, macht das Öl so kostspielig. Doch die Investition lohnt sich: In der Küche wird es aufgrund seines nussigen Geschmacks immer öfter als Gourmet-Öl eingesetzt, in der Kosmetik wird das flüssige Gold für seine regenerierenden Eigenschaften geschätzt.
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